Bevor es in den Skiurlaub nach Österreich geht, muss auch der PKW winterfit gemacht werden. Denn neben einem Frostschutzmittel für die Scheibenwischer gehören auch Winterreifen zum absoluten Pflichtprogramm, wenn die Reise in die Berge geht. Denn in Österreich gilt seit 2008 die sogenannte Winterreifenpflicht. Diese gesetzliche Regelung umfasst die Bereifung mit Winterreifen vom 1. November bis zum 15. April eines jeden Jahres, WENN die Straßen „winterliche Verhältnisse“ aufweisen. Also bei Matsch, Schnee und Eis. Keine Seltenheit in Österreich, eher Alltag in den großen und kleinen Skigebieten, aber auch auf den Bundesstraßen und Autobahnen kann es bei anhaltendem Schneefall zu schwierigen Fahrverhältnissen kommen. Nicht nur die Sorge um eine eventuelle Bußgeldstrafe soll zum Kauf von hochwertigen Winterreifen anregen. Vor allem die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer steht im Mittelpunkt.

Vorteile von Winterreifen

Winterreifen sind mit einer Gravur „M+S, MS, M.S., M/S, M&S oder M-S“ an der seitlichen Wand ausgestattet und müssen eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimeter aufweisen. Die spezielle Gummimischung, aus der Winterreifen hergestellt werden, sorgt für mehr Grip und Fahrsicherheit. Besonders bei kalten Temperaturen. Das Profil besteht aus Tausenden von Feineinschnitten. Beim Anfahren verformen sich diese Lamellen und stehen für einen höheren Kraftschluss. Ab sieben Grad plus optimiert ein Winterreifen das Fahrverhalten des PKWs. Im Vergleich zum Sommerreifen verhärtet der Gummi des Winterreifens bei tiefen Temperaturen nicht und sorgt so für gleichbleibend hohen Grip auf allen Straßen. Und auch der Bremsweg verlängert sich bei Sommerreifen, die im Winter genutzt werden.

Perfekter Grip bei Schnee und Eis

Der hohe Silica- oder Naturkautschuk-Anteil im Winterreifen garantiert ein weitaus besseres Brems-, Lenk- und Beschleunigungsverhalten als ein Sommerreifen. Doch vor allem auf Schnee spielen Winterreifen ihre Stärke aus. Durch das tief ausgeprägte Profil verzahnt sich der Reifen mit dem Schnee und die Scherwirkung wird erhöht. Sogar auf vereister Fahrbahn lässt es sich mit einem Winterreifen immer noch problemlos anfahren und bremsen. Apropos bremsen: Winterreifen benötigen bei einer Vollbremsung aus 50 km/h nur 35 Meter. Sommerreifen verlängern den Bremsweg um satte acht Meter auf 43 Meter. Winterreifen müssen immer auf beide Achsen montiert werden. Reisende tun also gut daran, in einen guten Winterreifen zu investieren! Am besten lässt man die neuen Reifen bereits in den letzten beiden Oktoberwochen aufziehen. So ist man perfekt gerüstet für die erholsamen Tage in Österreich und in den Bergen. Denn erst mit einem winterfitten Gefährt lässt sich die tief verschneite Urlaubsregion so richtig genießen.