Ohne Skiausrüstung klappt es im Skiurlaub nicht. Doch Skier, Schuhe, Stöcke und sonstiges Equipment können ganz schön ins Geld gehen. Eine der wichtigsten Fragen bei der Vorbereitung auf den Skiurlaub lautet daher: Lohnt es sich überhaupt, die komplette Skiausrüstung zu kaufen? Oder ist es besser, diese zu leihen? Beide Optionen sind mit Vorteilen und Nachteilen verknüpft und nicht immer lohnt sich der Kauf. Hier gibt es eine Entscheidungshilfe.

Leihski: viele Pluspunkte gerade für Einsteiger

Gerade Anfänger sind oft erstmal mit Leihski gut beraten. Bei einem guten Verleih gibt es ausschließlich aktuelle Leihski, die top in Schuss sind. Sie werden zwischen den Saisons vom Fachmann gepflegt, sodass Wintersportler selbst hierfür kein Geld ausgeben müssen. Es besteht die Möglichkeit, verschiedene Modelle auszuprobieren und sich bei der Auswahl fachmännisch beraten zu lassen.

Leihski benötigen keinen Platz im Auto, sodass keine Dachbox angeschafft werden muss, und das Auto bleibt sauber, denn die benutzten Ski müssen nicht darin verstaut werden. Wer sich dafür entscheidet, seine Ski zu leihen, sollte darauf achten, dass eine gratis Stornierung nach der Buchung möglich ist. Dies ist zum Beispiel bei den SPORT 2000 Händlern der Fall, die es in Österreich an 120 Standorten gibt. Weitere wichtige Aspekte beim Ausleihen sind:

  • Möglichkeit zur Abholung am Vortag
  • Desinfizierung der Ausrüstung vor Verleih
  • qualifizierte Fachberatung bei der Auswahl

Oft lohnt es sich, das Equipment schon einige Tage vorab online zu buchen. In diesem Fall gibt es nämlich teilweise einen Frühbucherpreis für die gewünschte Modellart. Vor Ort kann dann trotzdem noch ausprobiert werden – und wer nicht zufrieden ist, tauscht die Ski einfach nach einem Tag noch einmal. Mit einer vorab Online-Buchung sinkt auch das Risiko, dass die gewünschte Ausrüstung in der Hauptsaison dann schon vergriffen ist.

Eigene Ski: was spricht dafür, was spricht dagegen?

Wer lieber eigene Ski haben möchte, muss sich zwischen den Saisons selbst um die Pflege und Aufarbeitung der Ski kümmern. Ein großer Vorteil im Vergleich zu Leihski besteht jedoch darin, dass die eigenen Ski nur dann zum Einsatz kommen, wenn man selbst damit fährt. Leihski hingegen unterliegen einem Dauereinsatz, was zu einem schnelleren Verlust der Spannung der Ski führen kann. Erfahrene Wintersportler bevorzugen oft eigene Ski, um sich an sie zu gewöhnen und nicht ständig neue Modelle fahren zu müssen. Damit sinkt das Risiko für Fahrfehler.

Für wen lohnt sich der Kauf der Skiausrüstung?

Ski sind in der Anschaffung teuer, vor allem, wenn es gute Modelle sein sollen. Ob sich der Skikauf lohnt, hängt daher vor allem davon ab, wie häufig man auf ihnen stehen wird. Fährt man jährlich für 14 Tage in den Skiurlaub und geht von einer Leihgebühr von 30 Euro pro Tag aus, kosten Leihski für einen Winterurlaub rund 420 Euro. Schon nach der zweiten Saison amortisieren sich dann die Kosten der gekauften Ski.

Wer es nicht jedes Jahr in den Winterurlaub schafft oder nur mal für ein Wochenende Ski fährt, sollte sich aber gut überlegen, ob sich die Anschaffung eigener Ski wirklich lohnt. Zusätzlich zum Kaufpreis müssen auch noch die Gebühren für die Aufarbeitung und Pflege eingerechnet werden. Und: Auch Skischuhe, Skihelm, Skibrille und Skikleidung gehören zur Skiausrüstung unbedingt dazu, sodass sich der Preis schnell auf über 1000 Euro summiert.

Fazit

Die Frage „Skiausrüstung leihen oder kaufen?“ kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Einsteiger sind oft gut damit beraten, die Ski erst einmal zu leihen, um Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, ob der Wintersport für sie das Richtige ist. Dann hat man auch schon Erfahrungswerte, die den Kauf der eigenen Ski erleichtern. Dieser lohnt sich aber finanziell nur, wenn man jährlich wenigstens für 10 bis 14 Tage Ski fährt – und genügend Zeit für die Pflege hat.